Kulturschmaus mit fadem Beigeschmack

Hamburg, 31. Januar 2012:

Es wurde das erwartet spannende und intensive Topspiel des Spieltages. Dem neutralen Fan wurde viel geboten, ging das Spiel doch über die volle Distanz von 5 Sätzen, eingerahmt von sehenswerten und emotionsgeladenen Ballwechseln, hüben wie drüben. „Wir ziehen den Hut vor Oythe, aber trotzdem wissen wir, was wir können! Es gehört nun mal dazu, auch mal zu verlieren“, so nüchtern wie Mannschaftsführerin Anne Krohn nach dem Spiel, kann man das Geschehene auch zusammenfassen. Das weiße Ballett behielt die Oberhand und fügte den jungen Hamburgerinnen die zweite Niederlage der Saison zu. Durch die 2:3-Niederlage (25:19, 18:25, 12:25, 25:23 und 11:15) nach 119 Spielminuten rutschten die Kupfer-Girls aufgrund des schlechteren Satzverhältnis auf Platz 2.

Im 1. Satz begann das Kupferensemble beim Stand von 11:14 das Tempo anzuziehen und ließen nur noch fünf gegnerische Punkte zu. Was dann in den folgenden zwei Sätzen passierte, die zu 18 und 12 verloren wurden, erklärt Swantje Basan: „Gegen Oythe wollte unser Spiel nie so richtig in Gang kommen. Zu keinem Zeitpunkt haben wir das abgerufen, was wir uns nur kurz vorher in der Besprechung vorgenommen hatten.“ Anne Krohn ergänzt: „Nachdem wir den 1. Satz für uns entscheiden konnten, kämpfte sich Oythe eindrucksvoll ins Spiel und gewann ungefährdet den 2. und 3. Durchgang. Uns fehlte es hier in vielen Phasen an Abgeklärtheit, Ruhe und Ordnung auf dem Feld, die man gegen einen solchen stark aufspielenden Gegner braucht, um ihn in die Knie zu zwingen.“

Den nicht schmeichelnden 3. Satz haben die Hanseatinnen erstaunlicherweise gut weggesteckt und konnten das Spiel im 4. Satz wieder offener gestalten. In der Crunch-Time wurde der Satz über die Stände 19:15; 21:21 und 23:22 schließlich mit 25:23 gewonnen werden. „Erst im 4. Satz fanden wir ansatzweise wieder zurück zu unseren Stärken“, sagte Krohn und weiter, „im entschiedenen 5. Satz konnten wir zunächst mithalten, aber dann zeigte sich wieder die Unruhe und Unsicherheit in unserem Spiel, was Oythe nutzte und so verdient als Sieger vom Feld ging.

„Im Moment läuft's wunder­bar. Toll, wie die Mannschaft das hier gepackt hat. Sie hat alle Re­gister gezogen, um einen wirk­lich starken Gegner zu besiegen", sagte Oythes Trainerin Ursula Bremekamp nach dem Kraftakt zur heimischen Presse und Aurubis Trainer Ali Hobst kommentiert diese Aussage mit „Top job, Oythe!“ und ist sicher, dass Oythe mit dieser Leistung auch bei anderen Topspielen punkten wird.

Dass die Young Copper Girls ein hohes Anspruchsniveau an sich selbst haben, zeigt die weitere selbstkritische Analyse von Basan. „Die Aufschläge waren meist wirkungslos, Angriffe ohne Druck und der Block oft viel zu nachlässig und spannungslos - kurz: ein Spiel zum Vergessen. Vielleicht ein rechtzeitiger Warnschuss zu Beginn der Rückrunde. Das bedeutet also, dass der Kampf um die Tabellenspitze weiterhin offen und Spannung bis zum Saisonende garantiert ist.“ Trainer Hobst zum Spiel: „Anne hat’s treffend formuliert („Es gehört nun mal dazu, auch mal zu verlieren - jedoch heißt es jetzt, die Köpfe nicht in den Sand zu stecken und nach vorn zu blicken“), aber dass ich nicht gerne verliere ist auch bekannt. Wenn meine Damen die richtigen Schlussfolgerungen daraus ziehen, wird sie das weiterbringen und sie werden gestärkt aus dieser Niederlage hervorgehen.“

Am Sonntag konnten zumindest Laura Mathias und Sarah Deppe einen Erfolg verbuchen! Sie wurden mit dem VfL Geesthacht Hamburger U-20 Meister. Während „Flo“ beim Bundesligaspieltag teilnahm, hat Sarah mit den Geesthachterinnen am Samstag die Halbfinalteilnahme als Gruppenerster klar gemacht. Im Finale gelang die Revanche für die letztjährige Finalniederlage gegen den SC Alstertal-Langenhorn.

 

 

Quelle: VT Aurubis Hamburg - Pressemitteilung

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